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| Ein Großteil meiner VMs laufen im "Bridged Network"-Modus, damit sie als eigenständige Maschinen im Netzwerk verfügbar sind. Mit der Installation des VMWare Players 3.1 traten aber nur noch Probleme auf. Nach dem Start der VM wurde die Netzwerk-Verbindung als fehlerhaft angezeigt. Eine Umstellung auf NAT-Verbindung funktionierte, allerdings funktionierte der Cisco VPN-Zugang zum Kunden aus der VM heraus nicht mehr, da der IP-Bereich der VM nicht dem IP-Bereich der Firma entsprach. VMWare installiert zwei Netzwerk-Verbindungen mit: VMNet1 und VMNet8. VMNet1 ist für Host-Only-Kommunikation und VMNet8 für die NAT-Verbindungen. "Bridged Networking" wird über VMNet0 organisiert, ist aber nicht als eigene Netzwerkverbindung installiert. Die Netzwerkverbindungen von Virtuellen Maschinen lassen sich über das das Tool vmnetcfg.exe konfigurieren, welches sich normalerweise im Installationsverzeichnis des VMWare Players befindet. Beim Nachsehen im Ordner, existiert diese Datei aber nicht. Nach einigen Google Recherchen wegen des Problems, meinten einige, die Installationsroutine hat einen Bug und überspringt das Konfigurationstool und man muss es händisch nachinstallieren. Das Tool gibt es aber nicht als separaten Download, sondern befindet sich bereits in der Installationsdatei enthalten, man muss es sich nur extrahieren. Die Installation muss über eine Kommandozeile folgendermaßen gestartet werden: VMware-player-3.1.xxx.exe /e .\vmware Daraufhin wird in dem Verzeichnis, in dem sich die Installationsdatei befindet, der Ordner "vmware" angelegt und die Datei entpackt. In dem angelegten Ordner befindet sich die Datei network.cab. Diese lässt sich mit den gängigen Archivprogrammen öffnen und darin befindet sich die Datei vmnetcfg, welche in das Installationsverzeichnis des VMWare Players entpackt werden muss. Wenn vmnetcfg.exe gestartet wird, werden alle Netzwerkverbindungen aufgelistet und für VMNet0 muss für die externe Verbindung die eigene Netzwerkkarte ausgewählt werden. Beim anschließenden Start der Virtuellen Maschine sollte das Bridged Networking wieder funktionieren. Tag 4 war der Tag mit Larrys zweiter Keynote und dem anschließenden Appreciation Event auf Treasure Island. Vortragsmäßig ging es wieder etwas marketinglastig los und es sollte meinem Plan zufolge den ganzen Tag so bleiben. Bloß gut, es gibt den Schedule Builder für die OOW und schon kann man sich etwas Besseres raussuchen. Der erste Vortrag war wieder eine Werbung für das Application Integration Foundation Pack, zu dem unter anderen der Business Process Architect zählt. Nach dem Wechsel der Slots ging es weiter mit dem BPM Roundtable, wo Firmen berichteten, was es braucht, um ein SOA/BPM-Projekt zu starten. Es wird immer wieder deutlich, dass solche Projekte zwar von der IT umgesetzt werden, aber von den Fachabteilungen getrieben und unterstützt werden sollten. Viele sehen aber Probleme in den Fachabteilungen selbst, da viele Leute davon ausgehen, dass SOA/BPM-Applikationen ihre Arbeit überflüssig machen und somit wenig Unterstützung finden. Nachmittag war Larrys zweite Keynote. Was anfangs nach Besserungen in Sachen Unterhaltung (Salesforce bekam ordentlich aus auf die Mütze) aussah stellte sich aus Wiederholung heraus. Exalogic, Exadata, whatever you need, we got it. Hardware and Software engineered to work together. Letzter Satz kam mindestens einmal aller 2 Minuten. Als Larry dann seine Tec-Demo-Truppe ankündigte und verschwand, taten wir dies auch. Was Larry auf alle Fälle raus hat: Fette Partys organisieren zu lassen. My lovely Mister Singing Club, Treasure Island war Oracle Island. Ein kompletter mit einer Konzerthalle und einer riesen Außenbühne. Dazu Getränke und Essen, soviel man will. Die Bierauswahl war allerdings dürftig. Schönes eisgekühltes Budweiser, nicht das Tschechische sondern das Schlechte. Wegens des Biers war sowieso niemand dort, sondern wegen der Konzerte. Headliners waren Don Henley und die Black Eyed Peas. Diese nacheinander spielen zu lassen, hätte m.E. wahrscheinlich mehr gebracht. Aber nee, 21.15 Uhr begann Don Henley and 30 Minuten später die Peas. Don Henley ist ja nicht mehr der Jüngste. Das der Bursche mit seiner Band netto länger spielt als die Peas find ich schon beeindruckend. Nach dem Don Henley fertig dachten wir, wir können uns noch 30 min die Peas anschauen, waren es am Ende grad noch so 10 Minuten. Der Sound und die Bühnenshow waren schon genial. 70 Minuten Konzert sind aber schon dürftig für eine Band, die seit 10 Jahren Musik machen. Anyway, ich will micht jetzt nicht beschweren, da das Event schon sehr geil war. Wenn schon Party, dann muss der letzte Tag ruhig beginnen. Die erste Session war dann erst gegen Mittag mit einem Vortrag von Guido Schmutz (Trivadis, Schweiz), der am praktischen Beispiel demonstrierte, wie Spring in Service Composites integriert werden. Es war sehr schön, zu sehen, wie es gemacht wird, anstatt immer nur darüber zu hören. Weiter ging es mit einem Vortrag über falsche Annahmen/Vorstellungen bei SOA-Integrationsprojekten. Unter anderem wurde folgende Aussagen mit Beispielen wiederlegt. Es gibt eine einzige Integrationslösung für alle Integrationsansprüche. Der dritte Vortrag befasste sich mit der Oracle BPM Suite, deren historische Entwicklung und wie Projekte effizient damit umgesetzt werden. Die dritte Session war dann auch meine letzte Session und ich muss sagen, dass die Oracle Open World ein geniales Event ist, mit sehr interessanten Vorträgen, alten Bekannten, coolen Partys und einer sehr schönen Stadt als Gastgeber. Dort einen Vortrag zu halten, sollte in naher Zukunft durchaus drin sein, so dass wir hoffentlich demnächst wiederkommen. Hier gibt's noch 3 Bilder von Oracle Island. Der heutige Tag hat die Dimension von Amerika sowie die mitterweile erreichte Dimension von Oracle gezeigt: Larry`s 2nd keynote speech sowie das ultimative "appriciation event" standen auf der Tagesordnung. Doch der Reihe nach.
Ich habe mir heute zunächst die Oracle-Lösungen zu Portal und E2.0 zu Gemüte geführt. Der Vortrag "Implementing WebCenter Spaces and EW2.0 capabilities in 6 weeks" von IdhaSoft zeigte die Möglichkeiten insbesondere der Portalwelt eindrucksvoll auf. Auch wenn in 6 Wochen ein "quick starting point for future growth" auf einer "coherent portal foundation" erreicht werden kann, ist die out-of-the-box Funktion erheblich. Interessant war für mich auch der Evolutionsweg von PlumTree bis hin zum heutigen WebCenter 11g.
Anschließend zeigte die staatliche kanadische Krebsüberwachungs-Organisation CancerView im Vortrag "Oracle WebCenter & Oracle FMW: Platform for success" ihre Lösung. Insbesondere die live demonstrierten out-of-the-box E2.0-Funktionen in Spaces sowie das Zusammenspiel von Interaktion, ContentManagement und Spaces hat mir gezeigt, dass Oracle sich hinter IBM mit Connections definitiv nicht zu verstecken braucht.
Unter dem Motto "Rocking the tech world" kam dann Larry Ellison in der vollgestopften Hall D vom Moscone North auf die Bühne. Das war eine key note speech! Da hat doch tatsächlich der CEO von salesforce.com zu ihm gesagt, eine cloud braucht keine Kisten ! Und dies im Zusammenhang mit der Ankündigung von ExaLogic durch Oracle - ein gefundenes Fressen für Larry. Darum drehte sich dann eine Vielzahl der Announcments: ExaLogic, ExaData X2-8, Fusion Apps, Oracle Linus und Unbreakable kernel, Solaris11, SPARC, Java und mySQL. Zu mySQL kam übrigends ein interessanter Schlenker von Larry: "Viele dachten, Oracle wollte mySQL tot machen, aber ich will damit Geld verdienen!". Die Zahlen waren dann die gleichen Inhalte wie in der Sonntagsrede. Nebenbei stellte Larry Ellison auch seine neue Mannschaft vor (Mark Hurd von HP als neuer President, Joanne Olson von IBM für cloud services und Chuck Rozwat für Support): neue Produkte, neue Mannschaft - what a great company!
Aber das Highlight der OOW war das appriciation event. Da hat doch Oracle eine Insel in der Bay gemietet, einen perfekten Bus-Shuttle eingerichtet, um ca. 45.000 Leute dort hinzukarren und dazu 6 geile Bands engagiert: u.a. Don Henley (Gründer der Eagles), Black Eyed Peas, Steve Miller Band, ... Dass Essen und Trinken nebenbei perfekt organisiert war, verdient wenig Erwähnung. It was a great show!
Morgen ist dann Ausklang, Thomas wird über die interessanten Vorträge sicherlich noch berichten. Für mich geht`s dann Freitag um 4:00 AM auf den Rückweg. Für mich hat sich die Teilnahme gelohnt. Allen Interessenten kann ich die TwentyOne-Veranstaltung am 11.11.2010 bei Oracle in Potsdam empfehlen - Thomas und ich werden von den Highlights eine Zusammenfassung geben. Heute ging wieder mit einem fetten Frühstück in Form von Pancakes ertränkt in Sirup und vielen Früchten als Beilage los. Mittagessen fällt bei diesem Frühstück einfach nur aus, zu mal abends das SOA Community Treffen in der Gordon Biersch Brauerei war und ich schädige lieber Oracle als meine Brieftasche. Anstatt des marketinglastigen ersten Tages, gab es heute handfeste Erfahrungsberichte von Firmen, die bereits SOA Projekte erfolgreich umgesetzt haben. Der erste Vortrag war von einem holländischen Kollegen von Capgemini (Sjoerd Aalbers, Oracle Solution Architect), der über ein SOA-Projekt mit Unterstützung des Oracle Enterprise Repository sprach. Als Grundlage für die Governance wurde das SOA Governance Framework der Open Group gewählt. Folgende Dinge sollten für eine SOA Governance definiert werden: Richtlinien, beteiligten Personen und die Entwicklungsprozesse) Wichtig ist hier die Einhaltung und Durchdrücken der Prozesse. Neben der Vorzüge des Enterprise Repositories, ging er auch auf das Assett- und Projektmanagement mit Excel ein. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass die Verwaltung von Services mit der Zeit sehr komplex wird, das Services durchaus in mehreren Versionen exisitieren können und die Pflege der Tabellen mühsam werden kann. Im zweiten Vortrag wurden wieder Erfahrungsberichte präsentiert, allerdings mit einem höheren Fokus aus der Business-Sicht. Am Interessantesten war der Vortrag eines Managers der Pacific Life (Lebensversicherung), die an vielen Fronten zu kämpfen hatten. Einerseits waren da die Legacy-Systeme und andererseits die Unmengen und verschiedenen Ausprägungen an zu verwaltenden Daten. Weiterhin wurde festgestellt, dass es die Versicherung mehr Geld in die Wartung der Legacy-Systeme investiert hat, als in die Entwicklung neuer Dinge. Ich kann mir vorstellen, dass Versicherungen in Deutschland mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben. Da die Legacy-Systeme schwer über Nacht auszutauschen sind, behalf man sich damit, eine Serviceschicht draufzusetzen um mit den technischen Anforderungen mithalten zu können. Bevor die Serviceschicht umgesetzt wurde, hat man sich als erstes die Datenbank vorgenommen und eine Datenkonsolidierung und -standardisierung vollzogen. Der dritte Vortrag war von Telenet, einer belgischen Kommunikationsfirma, die alle Prozesse und Funktionalitäten in einer SOA haben wollten. Ich kann es nicht erwarten, die Folien in die Finger zu bekommen, da einige der erzählten Sachen auch sehr für unsere Kunden zu gebrauchen sind. Auf diesen Vortrag werden wir auf unseren dritten SOA-Tag wohl etwas tiefer eingehen. Der SOA-Community Treffen in der Gordon Biersch Brauerei war der Kracher. Es gibt tatsächlich Bier in den USA, das schmeckt. Extrem leckeres Schwarzbier, was geschmacklich mich an ein gutes Krusovice erinnerte. Das Essen war ebenso genial. Pizza, Chicken Wings, Salate und Knoblauch-Fritten (Carsten hat sie heute früh beim Frühstück noch geschmeckt). Alles in allem ein sehr schöner Tag. Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Abendveranstaltung: die EMEA SoA specialized partner community hat in`s Brauhaus Gordons Biersch eingeladen. Dazu später mehr. Wie üblich begann der Tag mit einem kräftigen Frühstück - wie ich mir das nur wieder ablaufen soll ...?
Meine erste Session war gleich sehr interessant - mein erster Berührungspunkt mit der "Oracle Fusion Application" von Steve Miranda, SVP Application Development. Das Oracle aus den Akquisitionen von Siebel, JDEdwards, PeopleSoft, ... etliche ERP-Systeme im Portfolio sowie eine Vielzahl von Kunden hat, führt dazu dass die Session in Bezug auf die Teilnehmer aus allen Nähten platzt.
Was ist Fusion Application? Oracle entwickelt seit 5 Jahren basierend auf den Funktionkernen der im Portfolio vorhandenen ERP-Systeme (z.B. CRM-Kern aus Siebel) eine generische ERP-Plattform technisch basierend auf der Oracle FMW. In die komplett in java implementierte, webbasierte und damit cloudfähige Lösung wurden die Erfahrungen aus den über 100 Jahren Entwicklung der vorhandenen Systemkerne, Kundenerfahrungen und -wünsche sowie die letzten Entwicklungen zu Collaboration (E2.0) eingebracht. Alle Services sind intern als auch zur externen Integration als WebServices ausgeprägt. Damit gibt Miranda 3 wesentliche Gründe für die Migration / den Neueinsatz der Fusion Apps an:
- Verfügbarkeit von Java-Programmierern, z.B. 11x mehr Java-Entwickler als ABAP-Entwickler am Markt vorhanden
- ca. 50% geringere Integrationskosten ggü. anderen ERP-Systemen durch Verwendung von BPM und SoA
- Upgrate-friendly customization - zero impact on upgrate !!!
- bis zu 60% Produktivitätssteigerung, da die Fusion Apps basierend auf Kundenerfahrungen umgesetzt wurden (field studies mit 700 Nutzern in 180 Rollen in 6 Ländern, user expierence program mit über 1000 Nutzern, useability Test mit > 4000 Stundenin 18 Labs in 8 Locations, ...)
Die Live-Demo zeigte anschaulich, was unter der Haube - oder besser besagt - welche Möglichkeiten an der Oberläche verfügbar sind. Als ERP umfasst Fusion Apps die Kernbereiche financial management, human capital management, supply chain management, project portfolio management, porcurement und CRM. Die intuitiv bedienbaren ADF-Oberflächen sind nach den Leitsätzen konzipert und realisiert:
- what I need to know?
- what I need to do?
- how do I get it done?
- who do I need to reach?
Ich bin sehr angetan von den Funktionen und dem damit gestzen neuen Arbeits-Standard - schaun wir mal, obe es Oracle gelingt damit über den großen Teich nach Europa vorzudringen und die Vormachtstellung von SAP in Deutschland anzutasten.
Zum Lunch / Coffee break hab ich mich dann zum Schwatz mit dem neuen Vertriebsleiter Mittelstand Nord getroffen und die bereits avisierten bzw. laufenden Aktivitäten gegenseitig aktualisiert. Beim guten Starbucks coffee haben wir uns verplaudert, ich wäre fast zu spät zu nächsten Session gekommen. Dies wäre allerdings nicht so schlimm gewesen, denn was unter "Building RoI with Oracle SoA-Suite" von Maneesh Joshi, Director Product Marketing BPM/SoA und den auf den Podium anwesenden 3 Kundenvertretern (von Crocs, Griffith Waites und Verizon Comm.) zu BusinessCase, Adoption strategies, critical success factors und efficiency drivers & cost savings als Diskussionsforum vorgebracht wurde, war dünn und wenig belastbar. Ich denke, dass wir hier in der Zusammenarbeit mit der TU Dresden, Fr. Prof. Strahringer, auf den deutlich konkreteren Wege sind.
Richtig gut wurden dann die beiden abschließenden Slots "Enterprise Architecture powered by Oracle`s BPM-platform" von Dirk Stähler (Optitz) und Mark Wilkins (Oracle) und "Plan-Build-Run BPM, SoA & EM" von D. Stähler, Torsten Winterberg und Björn Bröhl (alle Opitz).Im ersten Vortrag erläuterte D. Stähler anschaulich die methodische Vorgehensweise von EA als konzeptioneller Blueprint für Struktur und Operation einer Organisation über BusinessCase hin zur technologischen Konzeption. Am "negativen" Beispiel der DHL Packstationen wurde klar, was schief gehen kann, wenn das business alignment nicht von Anfang an implementiert wird. BPM wurde dabei als "task fpr managing & improving the performance, optimization of processes in a closed-loop of modeling, execution and measurement" definiert. SoA - nicht anders erwartet - als "strategy fpr omplementing business processes". Das resultierende MetaModel ist in Oracle`s BPA/BPM umgesetzt - die einzelnen Tools wurden dann von M. Wilkins vorgestellt.
Opitz präsentierte anschließend als Live-Demo den closed-loop von BPA/ARIS über die Ausführung von BPMN-Prozessen (Car rental und Urlaubsantrag) bis hin zur Data-collection in BPA mit Schnittstelle der Hardware-Daten aus den EM/GridContrl. Sehr anschaulich, was damit geht. Lustig nur, dass die Datenintegration von EM zu BPA durch Export per SQL-Scripten in Excel und Import in BPA abläuft - ist wohl der einfachste und schnellste Weg.
Das Highligt dann abends - ca. 50 SoA-Partner aus der EMEA-Region trafen sich beim (tschechischen) Bier im Brauhaus Gordons Biersch unter der Bay bridge.Viele bekannte Gesichter, interessante Gespräche und gutes Essen: I`m really impressed on the taste of pommes frites with garlic slices - great! Leider fehlte Jürgen Kress - gute Besserung für`s Knie. Als kleinen Trost für Ihn wurde ein Gruppenbild mit Heilungswünschen gemacht. Seit heute rockt die OOW - spannende Vorträge, viele Informationen, nette Gespräche und das in San Francisco!
Der Tag begann mit einem kräftigen Frühstück (3 eggs omelett with ham and cheese, fresh fruits and tea - lecker!) und der ersten nachfolgenden Session "SoA -Suite capabilities & roadmap" von Dave Shaffer, VP Product Management BusinessIntegration. Wenn man bereits mit der SoA-Suite arbeitet, dann war vieles bereits bekannt (ODI / ServiceBus, BPEL/BPMN, BusinessRules, HumanWorkflow). Das wirklich neue für mich waren die Funktionen zum trasaction monitoring, die durch Akquisition und Integration von AmberPoint mittlerweile im EM verfügbar sind.
Zur Zukunft und Roadmap kamen allerdings nur spärliche Informationen: die nächste Major realease 12c (c für cloud) kommt Mitte 2011 und wird getrieben durch die Trends
- alignment with BPM - Oracle BPM 11g ist the 1st platform which is bridging the gap between business and IT
- B2B modenisation & consolidation
- event issues going mainstream
- hardware consolitation & cloud
Dabei verwundert es dann nicht, dass aktuell bereits SoA- und BPM-Suite auf der ExaLogic zertifiziert sind und die Weiterentwicklung zur 12c dann zu cloud & virtual assemblies, aventing, analysis sowie decreasing of productivity gehen.
Dann habe ich mich mit Frau Schneider / Oracle FMW Sales Finance zum Essen getroffen. Komisch dass man in San Francisco mit 9 Stunden Zeitverschiebung als Dresdener sich dann problemlos zusammenfindet. Dank für das angenehme Gespräch und die avisierten gemeinsamen Aktionen. By the way - Frau Schneider war bezüglich Gepäck noch gestrafter als ich, ihr Koffer war immernoch in L.A. und ein delivery date war noch nicht bekannt. Ich wünsche alles Gute, ich kenne das Gefühl.
Die nachfolgende General Session "Oracle Fusion Middleware" von Hasan Rizvi, SVP Development war wenig spannend - im wesentlichen ein Produktüberblick. Spannend wurde es für mich bei der Live-Präsentation vom ProcessSpaces aus BPM11g durch Dave Shaffer. Die nahtlose Integration von ProcessAnalytics, TaskList unter Anreicherung von E2.0-Funktionen (z.B. Diskussion) in einer webbasierten Oberfläche war eindrucksvoll. Daneben wurden das Modellierungstool ProcessComposer mit RollenManagement und BusinessProcessCatalog vorgestellt.
Richtig spannend wurde es danach beim Vortrag von Frank Xiong, VP Software Development, zu Tuxedo. Tuxedo ist der #1 ApplikationsServer für non-Java Applikationen. Der Vortrag drehte sich damit um missoin critical SoA sowie mainframe-application re-hosting. Insbesondere zum zweiten Punkt wurden die Funktionen, wie Language & dat migration tools, CICS apps emulation, batch execution im Tuxedo ART workbench vorgestellt. Tuxedo kann damit Mainframe-Applikationen modernisieren und in SoA-Apps einbinden sowie dabei eine skalierbare Architektur darunter bereitstellen. Nicht verwunderlich ist, dass Tuxedo auch in der ExaLogic steckt. Für Kunden mit geschäftskritischen Mainframe-Applikationen und startegischem SoA-Ansatz unbedingt empfehlenswert sich mit dem Produkt zu beschäftigen!
Als letzten Vortrag haben wir gemeinsam mit 2 anderen Interessenten den Robotron-Vortrag von Ralph Gliemann "Oracle faciliates management of central european energy market liberalisation" reingezogen. Zunächst Glückwunsch für Ralph Gliemann - gut gemacht. Aber als Insider kannte ich vorher den Kontext und wußte, dass Robotron nicht alleinsehend für die Liberalisierung des europ. Energiemarktes verantwortlich zeichnet. Interessant im Vortrag waren aber die Verwendung der Datenbankfunktionen, um große Datenmengen performant zu verarbeiten, als auch die Integration mit BI zur Reportgenerierung. Die dargestellte Umstellung der Oberflächen von Forms auf ADF wird sicher auch spannend.
Abends haben wir dann auch noch gerockt - Thomas durfte bei herrlichen Sonnenuntergang über eine Stunde die Golden Gate Bridge fotografieren (er war glücklich !), ich habe meine Sportklamotten gekauft (für andere SFO-Besucher: www.sportsbasement.com, sehr zu empfehlen - es gibt alles). Zum Abschluss des Tages haben wir ein gutes Guinness im Irish pub genossen. Für mich begann die OOW am Samstag abend Ortszeit 23 Uhr: nach Barbecue bei Freunden bekam ich an der Hotellobby meinen Koffer !!! Manche Dinge funktionieren einfach in America ohne dass man nachsteuern muss ... Der heutige Tage 1 der OOW begann für mich nach der Registrierung mit der EMEA Welcome Session. Stein Surlien, SVP Alliances & Channels Oracle EMEA, begrüßte die Teilnehmer. Etliche Vertreter von deutschen Oracle-Partnerfirmen waren anwesend. Stein Surlien erläuterte auf der Basis von Gartner-Zahlen 2009 (12% Marktwachstum bis 2013, insbesondere in Branchen Finance, Manufactoring und Public) die Notwendigkeit zur Differenzierung, um unter den ca. 10.000 Orcle-Partnern weltweit vom Kunden wahrgenommen werden zu können. Die Oracle-Antwort darauf heißt "become specialized"! Mit den aktuellen ca. 50 technischen Spezialisierungen - weitere, insbesondere auch Branchenspezialisierungen folgen in Kürze - haben die ca. 4.000 Gold-Partner die Möglichkeit, die Wahrnehmung durch Kunden und durch Oracle zu vertiefen. Andrew Sutherland, SVP Middleware EMEA, gind nachfolgend auf die wesentlichen Ansätze für das Middleware-Geschäft in der nahen Zukunft ein. Aus Sicht Oracle sind die business needs im Wesentlichen
- Prozzessautomatisierung, auch in Verbindung mit Geschäftsprozessmanagement und SLA
- DataCenter-Effizienz, auch unter dem Cloud-Einfluß
- Infomation democracy, z.B. Business intelligence in Echtzeit in Geschäftprozesse eingebettet
- social processes
Sarah Ferguson, VP Hardware Partner Sales EMEA, ging nachfolgend auf die erweiterten Vertriebschancen für Partner durch die Ausdehnung auf das Hardwaregeschäft ein. Oracle`s Ziel ist hierbei der Wandel von Oracle-Software auf non-Oracle-Hardware beim Kunden zu möglichst einem vollständigen Oracle-Stack: Applications - Middleware - Database - Operation system - Virtual maschine - Servers - Storage. Dabei ist diese Integration aus Last- und Fehlertoleranz geprüft für den Einsatz bei Kunden. Abschließend nach Stein Surlien die Auszeichnungen für die EMEA Specialization award vor - als deutscher Vertreter konnte die SIV AG aus Rostock den "ISV Partner of the year" gewinnen. Herzlichen Glückwunsch! Zur Ergänzung von Thomas`Post bzgl. Larry`s Keynote speech noch ein paar Zahlen: die OOW 2010 ist mit 41,000 Teilnehmern aus 116 Ländern eine der größten weltweiten Veranstaltungen dieser Art. Man sieht aber in San Francisco an jeder Ecke, dass die OOW begonnen hat. Aber einige innovative Ideen gibt`s auch bei Oracle: mit dem OOW-Badge bekommt man 25% Rabatt in vielen Geschäften während der Veranstaltung. San Francisco sieht für die nächsten Tage rot. Egal wo man hinschaut, alles ist rot. Larry Ellison muss die halbe Stadt gekauft haben, denn Oracle ist überall. Oracle Fahnen wohin man auch schaut, die Gehwege sind mit Wegweisern zur OOW zugekleistert. Anyway, Carsten hat sich heute gefreut wie ein kleines Kind, weil er sich mal eine neue Unterhose anziehen konnte, nachdem er Samstag Abend dann endlich mal seinen Koffer wiederbekommen hat. Vorträge gab es heute nicht so viele, da vormittags sich alle registrieren mussten und nachmittags alle wichtigen Keynotes waren. Die Registrierung war trotz der 60m Schlange in 20min erledigt. Das ist schon richtig straff organisiert. Startschuss war die Keynote des MySQL Sundays mit Edward Screven (Chief Architect) und Tomas (ohne h) Ulin (VP Product Development MySQL). Alles in allem wird es weiterhin MySQL geben und es soll sich nahtlos in den Open Source Stack von Oracle eingliedern. Die Community Edition wurde stark verbessert und für Windows 32/64 bit als Hauptbetriebssytem für MySQL optimiert. Für die Version 5.5 soll es unter anderem im Gegensatz zur Version 5.1 eine Leistungssteigerung von 580% bei Lesevorgängen geben. Heißerwartete Keynote war natürlich die von Larry Ellison. Die Halle D im Moscone Center ist riesig. Ich will nicht wissen, wieviele Tausende da reinpassen. Die Bühne mit den 6 riesen LCD Panels war einfach nur genial. Wie bei jedem guten Konzert, gibt es erstmal die Vorbands, in Gestalt der Marketing-Cheffin von Oracle und anschließenden Vorträgen von Ann Livermore (Executive Vice President) und Dave Donatelli (Executive Vice President) von HP. Großes Thema war Cloud Computing und was HP da nicht alles zu bieten hat. War ganz schön langatmig. Nachdem Larry Ellison mit viel TamTam dann auf die Bühne kam, wurde dann das neue Flagschiff von Oracle vorgestellt. Der Exalogic Server, die eierlegende Wollmichsau, die Cloud im Schrank. Kostet in voller Ausstattung reichlich 1 Mio. US-Dollar, hat aber in voller Ausbaustufe 30 Server drin, 1 TB Ram, 960 GB SSD-Platten für den Cache und ohne Ende Festplattenspeicher. Ein Schrank kommt mit kompletter Hardware, Betriebssystem (Oracle Linux) und App-Servern. Mit 2 der Schränke könnte der komplette Traffic von Facebook abgebügelt werden. 1 Mio HTTP-Request pro Sekunde. Weiterhin hat Larry Ellison für Q1/2011 den Launch der neuen Fusion Application angekündigt. Die Neuentwicklung seit 2005 basierend auf der Fusion Middleware hat sozusagen alle Facetten von Hause eingebaut: neben business intelligence, soa to simplify integration, social network & collaboration built-in wird der Ansatz "SaaS-ready" sicher ein wesentliches Verkaufsargument werden. Nach den Keynotes gab es noch die Willkommensparty, ein Oktoberfest. Zwei Tschechen fragten uns prompt, ob wir nur deswegen nach San Francisco gekommen sind. Das Essen war mit Kartoffelsalat, Sauerkraut, Wiener und Bratwürsten ganz ordentlich. Das Bier war aber nicht wirklich Oktoberfestbier. "St. Pauli Bier" sollte eigentlich schon alles sagen und schmeckt auch so. Morgen geht's dann mit den ersten richtigen Vorträgen los. Hier geht's noch zu den Bildern. Nach fast 24 Stunden Reisedauer über München und Philadelphia nach San Francisco (wer dies nur so gebucht hat ???) bin ich endlich da - und dies sogar noch am gleichen Tag aufgrund der 9 Stunden Zeitverschiebung. Leider hat mein Gepäck nach heillosem Chaos in Philadelphia einen anderen Flug genommen oder wartet noch in Phili. Anyway - ich hab den üblichen 'baggage delay form' ausgefüllt und hoffe nun, dass mit FedEx oder UPS mein Koffer morgen in`s Hotel bringen.
Thomas scheint auch angekommen zu sein, der flog aber auch direkt von Frankfurt. Morgen steht dann ganz im Zeichen der Vorbereitung auf den Start der OOW sowie des Wiederauffindens meines Gepäcks.
Guten morgen nach Deutschland, ich geh jetzt Schlafen.
Carsten Voigtländer Vielen Dank an die Referenten, Herr Schneider (IBM) und Herrn Gosselke (Twentyone AG) die uns so schnell die Präsentationen zur Verfügung gestellt haben. Sollte es weitere Fragen zu den Themen geben, werden wir diese natürlich gerne und schnell beantworten. Hinweis: zu Lotus Fondation Appliance gibt es zur Zeit sehr gute Sonderkonditionen !!!! Anfragen bitte entweder direkt an mich oder an unser Office. |
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